Mobiler Tafelzug

Mobiler Tafelzug
Modul für Anwendung im öffentlichen Raum –
mobile -Präsentationstafeln / -Ausstellungsplattform / -Kommunikationsmedium
3Projektleitung: Labor-Werkstatt von Instrumenten des persönlich/öffentlichen Alltags (LIPÖA)

Ergebnis des Workshops ist der Aufbau und die Entwicklung eines Konzepts für eine mobile Kommunikationsplattform, die den Einwohnern für flexible und temporäre Auffürungen dienen kann. Der Öffentliche Raum wird mittels einer beweglichen Struktur zu einem Museum, wo ein Parkplatz, ein Bürgersteig, der Radweg oder verschiedene Ecken des Soldiner Kiezes sich in eine öffentliche Ausstelungspalttform verwandeln können.
Ziel des Workshops ist es, den Zugang zur Kultur und Geschichte verbreiten zu können und verschiedene Exponate an ungewöhnliche Orte bringen zu können. Die Begriffe „Mobil“ und „Mobilität“ treffen schon die richtige Essenz des Kiezes, von daher wird es durch die Ergebnisse des Workshops möglich sein, dass die kulturellen Einrichtungen damit in den öffentlichen Raum gehen können und an unerwarteten Plätzen präsent sein können und so ein neues und unerwartetes Publikum erreichen können, das nicht zum Stammpublikum gehört.

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Die Idee, die mobile Einrichtung zu realisieren ist ebenso wie das mobile Soundsystem im Verlauf des Projektes entstanden. In den zahlreichen Meetings und Workshops hat sich die Idee stetig  aus den Vorgaben die wir als Projektteam gesetzt haben, herauskristalisiert.

So wurde von den Bewohnern angeregt ein Modell zu entwickeln, in dem man im öffentlichen Raum künstlerische und musikalische Darbietungen organisieren und präsentieren kann. Also eine mobile Ausstellungsfläche die man von einem Ort leicht, ohne Probleme mit dem Fahrrad an einen anderen Ort bekommen kann.
Da die Idee eine der Optionen der Anfangspräsentation gewesen ist und auch breite Zustimmung bei Partnern und Besuchern geerntet hat, beschlossen wir sie umzusetzen, da sie mit etwas Know-How und wenig Materialaufwand gebaut werden konnte.

Technische Daten:
3 Zugkarren mit einer beidseitigen Präsentationsfläche von ca. 2 m² pro Seite. Also auf die drei Wägen verteilt 12 m². Auch ist es möglich mit den Modulen einen Präsentationsstand aufzubauen. Nähere Instruktionen siehe Baupläne.

Die drei Karren werden durch eine sehr bewegliche und leicht reagierende Steuerung hintereinader gelenkt und werden von einem Fahrrad gezogen. Da der Korpus des Gestänges aus dem die Leinwände bestehen aus robustem Abflussrohr ist es mit dem Gewicht der Vorrichtung auch recht unproblematisch, da das Hauptgewicht auf der Karrosse aus Pressholz liegt und somit dem Gefährt eine gewisse Stabilität verleiht. Man sollte allerdings einen Sturm auch nicht herausfordern, da der Segeleffekt doch recht grosse Kräfte entfesseln kann!

Die Konstruktion liegt einem Röhren-steck-System zugrunde das in sich (jedes einzelne Bauteil) beweglich ist und somit leicht auf jeden Impuls mit den Fahrrad reagiert. Natürlich ist zu beachten daß diese Konstruktion auch nicht gerade für off-road konzipiert ist es ist funktionsfähig auf glatten urbanen Oberflächen (Straßen, Plätze, Parks mit asphaltierten Fahrradwegen, etc.)

Gebrauchsmöglichkeiten:
Die mobile Ausstellungsanlage kann sowohl für passive, als auch aktive Darbiertungen benutzt werden, sprich es ist möglich sie sowohl als visuellen Mediaträger / Leinwand zu benutzen, aber auch als aktive Fläche zur Präsentation von Videomaterial, oder als Puppentheaterkullisse sowie als Basisstation für Performances. Die Module lassen sich vielseitig miteinander verbinden.

Mögliche Einsätze wären z.B.: mobile Dokumetarausstellung, mobile  Projektionsleinwand, urbane Pinnwand, Demonstrationen, Kiezfeste, Straßentheater, Umzüge, Partys, etc.

Verwaltung:
Der Gebrauch des Vehikels und der mobilen Anlage soll allen aktiven Gruppen des Kiezes zugänglich gemacht werden. Die Verwaltung und Wartung der mechanischen und technischen Geräte wird wie folgt aufgeteilt:

– Lagerraum und Verwaltungsangelegenheiten = Kolonie Wedding e.V. / Büro bzw. Kellrerräume der Vereinsräume.

Es muss noch eine Gruppe geben die sich um die Verwaltung und die Regelungen der Vergabe in Absprache mit QM und Kolonie Wedding kümmert. Es müssen noch Nutzungsverträge erstellt werden, welche die Verantwortlichkeiten der Nutzung regeln.

Auch eine Gebrauchsanweisung  wäre ratsam. Ebenso eine Technische Anweisung zum Zusammensetzten der einzelnen Bausteine.

Zusammen mit der mobilen Soundplattform ergibt sich ein interdisziplinäres Interventionsgespann welches im öffentlichen Raum wirksam eingesetzt werden kann.