Kiezfest

Künstler- und Kiezfest des Kolonie Wedding e.V. im Zusamenarbeit mit KiezKulturNetz

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Am Samstag, den 28.09.2013 hat der Projektraumverbund Kolonie Wedding e.V. ein öffentliches Vereinsfest veranstaltet. Organisiert wurde der Event vom Vorstand der Kolonie Wedding und dem Kiez Kultur Netz. Unterstützt von Kiez Klang und dem Soldiner Kiez e.V., sowie einer Liste von Sachmittel-Sponsoren und Kooperationspartnern aus dem Umfeld.

Termin und Zeiträume
Die ersten Ideenprozesse und Planungen dazu haben im Juni 2013 stattgefunden. Der Zeitpunkt des Ereignisses wurde auf das letzte Wochenende im September, den 28.09.2013 gelegt, um eine Saison bedingt letzte Möglichkeit für eine Open Air Veranstaltung zu nutzen und nicht in terminliche Konkurrenz mit z.B. der Art Week Berlin zu treten. Da die Projekträume der Kolonie Wedding tradiert monatlich jeden letzten Freitag ihr offenes Galerie-Wochenende mit diversen individuellen Vernissagen einläuten, erschien der darauf folgende Samstag für ein gemeinsames Ereignis angemessen. Das Open Air Bühnenprogramm mit 5 Bands, der interaktive Dialog- und Informationsstand der Kolonie Wedding und anderer Projekte, die Theaterwerkstatt des Kuringa e.V. und die Verkostung draußen haben von 16.00 bis 22.00 stattgefunden. Im Anschluss ging das Musikprogramm mit 3 Bands in der vereinsangegliederten Kugelbahn und DJ-Sets bis in die frühen Morgenstunden weiter.

Maximierungen und Komplikationen
Zur Maximierung der Kosten und zur Einsparung von Arbeitszeiten haben wir uns entschieden die PA (Soundanlage) und die Beleuchtung für die Bühne an ein und dem selben Ort zu ordern, da sich sonst logistische und versicherungstechnische Mehrkosten ergeben hätten. Eine Abgleichung mit verschieden Angeboten im Internet ergab, dass Blue Media sowohl technisch als auch preislich die günstigste und einfachste Variante anbot.
Komplikationen gab es bei der Umsetzung der Stromgewährleistung, da für die Licht- und Soundanlage, die Zapfanlage, Kühlschränke und Bar, sowie Licht für die Stände mindestens 16A gebraucht wurden und eine Vorlagerung mit mobilem Stromkasten bei der Vattenfall rund 800 € gekostet hätte, mussten wir improvisieren und einen Generator ankarren. Dies kam uns logistisch auf die Rechnung und war mit vielen extra Arbeitsstunden verbunden, aber immer noch billiger als die Vattenfall Version.

Zielstellung des Projektes Vereinsfests Kolonie Wedding e.V.
Die Wahl des Ortes mit einer Bühne auf dem großzügigen Grünstreifen, dem Theater Kuringa e.V. und Kugelbahn in der Grüntaler Straße hat sich bewährt. Es handelt sich um ein von dort nicht ansässigen Kiez- und Kulturakteuren kaum bespieltes Areal östlich der Prinzenallee, das im Gegensatz dazu mit seiner von Bewohnern sehr frequentierten parkähnlichen Situation einen idealen Raum für ein solches Fest darstellt.

Der Projektraum InteriorDasein in der Steegerstraße, die Galerie und Konzertbar Kugelbahn und die KW-Projekträume in der Freienwalder, Wriezener und Soldiner Straße wurden mit der Verortung des Festes vereinsintern und in der Aussenwirkung in ihrem Zusammenhang gestärkt.
Das formulierte Ziel der Vernetzung der Kolonie Wedding mit der Nachbarschaft ist spürbar näher gerückt, da z.B. den Fest-AkteurInnen nachklingend auf der Straße und in den umliegenden Geschäften, Cafés usw. positive Äusserungen zum Fest und Neugier gegenüber der Arbeit des Vereins begegnen.
Eine schönes Bild für die geplante Präsentation der vielfältigen Ansätze der Kunst- und Kulturschaffenden im Kiez ist, dass eine Kinder- und Jugend-Theaterwerkstatt durch die Kooperation mit dem Kuringa e.V. initiiert wurde.
Hervorgehoben wurde zudem die Auswahl und Vielfalt der Bands mit überwiegendem Kiezbezug und sogar die für Straßenfeste ohrengefällige Klangqualität der Performances, was den professionellen künstlerischen Anspruch der Kolonie-Akteure widerspiegelte.

Fazit:.
es wurde der Grundstein gelegt für die Vernetzung mit Akteuren, und Pronunzierung der künstlerischen Akteure des Kiezes zusammen mit den Bewohnern der Grüntaler Straße und dem anliegenden Gebiet. Wenn die Vereine und Künstler_innen es so wünschen und eine mögliche Förderung des QM Aussicht auf Erfolg hat, könnte über eine zweite Auflage des Projektes 2014 nachgedacht werden, unter der Berücksichtigung auch anderer disziplinärer Ansätze.